© Jiro Shimizu

Unkraut

Sechs junge Frauen, die seit mehreren Jahren mit der Choreografin Doris Uhlich in der Tanzwerkstatt Wien tanzen und trainieren, sind die Protagonistinnen von Unkraut. In der Performance hinterfragen sie das Frauenbild, das sie zum einen zwar selbst verkörpern, zum anderen aber gerne verschieben wollen. Dabei steht das Bild des Unkrauts symbolisch für das Sich-nicht-unterkriegen-Lassen. Die Bewegungsrecherche kreist um die Themen Unterdrückung und Aufbegehren schlummert doch in den jungen Frauen das Bedürfnis nach Individualität und Selbstbestimmtheit, die Sehnsucht anders oder mehr zu sein als man ist. Allerdings werden diese Emotionen oft unterdrückt: von ihnen selbst, von normativen Kräften von außen, von gesellschaftlichen Codes. Die sechs Unkräuter tanzen an gegen den Druck, in ein Gesellschaftsbild von Frau zu passen, sich unterzuordnen. Auf lustvolle, schräge und humorvolle Weise tanzen sie hinein in ihre persönliche und kollektive Kraft und in die vielen Ichs, die in ihnen schlummern und furchtlos sind. Empfohlen ab 14 Jahren.

Das Stück wird nicht nur Mädchen und Frauen ansprechen. Das Thema betrifft alle, die sich unterordnen oder Macht ausüben.
Doris Uhlich

Choreografie Doris Uhlich
Performerinnen Marie-Luise Bohrer, Annina Kriechbaum, Miriam Kutrowatz,
Lena Obenaus, Anna Steiner, Luna Weis
Dramaturgische Zusammenarbeit Yoshie Maruoka
Soundberatung Boris Kopeinig
Kostüm Zarah Brandl
Licht Gerald Pappenberger
Produktion Marijeta Karlovic-Graf & Margot Wehinger
International Distribution Something Great

Koproduktion Schäxpir, Szene Salzburg & insert (Theaterverein)
Kooperation Tanzwerkstatt Wien

Premiere 25/06/2019 Schäxpir

Weitere Aufführungen Schäxpir 28/06/2019 sowie Szene Salzburg 20/11 & 21/11/2019

insert (Theaterverein) wird durch die Kulturabteilung der Stadt Wien und das Bundeskanzleramt Österreich gefördert.

Fotos

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