© Katarina Šoškić

Habitat / Halle E

Habitat / Halle E ist Doris Uhlichs bislang größte Choreografie: Die nackten Körper von 120 Menschen schnalzen, vibrieren und klatschen zu elektronischen Sounds und abstrakten Techno-Tracks aufeinander. Die Performer*innen zelebrieren ihre Einheit in der Vielfalt. Als Individuen und Masse zugleich erobern sie den Raum in einer einnehmenden von hochenergetisch bis kollektiv ruhenden Choreografie. Die Halle E verwandelt sich in ein „Habitat“ voller ungeahnter Lebensformen – das Publikum bewegt sich frei im Raum. Dabei sprengt Habitat subversiv gängige Vorstellungen vom Körper, von Tanz und Nacktheit. Habitat ist eine Utopie. Eine schamlose, aber auch schambefreite Hymne auf einen nackten Körper jenseits von kulturellen Einschreibungen und gängigen Schönheitsidealen. Der Körper wird nicht zum Fetisch, zum Objekt degradiert und Fleischlichkeit nicht metaphorisch oder poetisch ideologisiert, sondern materiell aufgefasst und dabei mit seiner ganzen Masse und Wucht, aber auch in seiner Fragilität gezeigt.

Habitat kann an unterschiedlichen Orten innerhalb von 2-3 Wochen mit lokalen Menschen erarbeitet werden. Doris Uhlich interessiert die Arbeit mit großen Ensembles, die temporär vor Ort entstehen und Tanz zu einem kollektiven Ritual werden lassen.

Konzept, Choreografie Doris Uhlich
Dramaturgische Beratung Theresa Rauter
Choreografische Umsetzung mit Robyn/Hugo Le Brigand, Milan Loviška, 
Liv Schellander, Katharina Senk
Performance 120 Performer*innen
DJ Boris Kopeinig
Lichtdesign Gerald Pappenberger, Jan Wagner 
Technische Beratung Jan Wagner
Headpieces Zarah Brandl
Presse, Kommunikation Jonathan Hörnig
Produktionsassistenz Johanna Kreft, Sebastian Lorenz
Produktion Margot Wehinger, Theresa Rauter
Internationale Distribution Something Great

Koproduktion Tanzquartier Wien & insert (Theaterverein)

Premiere 25/10/2019
Weitere Aufführung 26/10/2019

insert (Theaterverein) wird durch die Kulturabteilung der Stadt Wien und das Bundeskanzleramt Österreich gefördert.