© Andrea Salzmann

 

Glanz

„Können Sie erklären, was Sie da getanzt haben?“ (Ein Journalist)

„Wenn ich das erklären könnte, dann würde ich es nicht tanzen.“ (Maja Plissezkaja, ehemalige Tänzerin des Bolschoi-Balletts)

Nach Doris Uhlichs letztem Projekt SPITZE, dessen Ausgangsort die große Ballettbühne und der strikte Code des klassischen Tanzes war, stellt sich in Glanz die Frage nach der vielleicht kleinsten und intimsten Tanzbühne – dem privaten Raum, den eigenen vier Wänden.
Bewegung, die im Wohnzimmer einen unbeobachteten Glamour entfaltet, wird „unter die Lupe“ genommen: Was passiert, wenn man sich unbeobachtet im Wohnzimmer seine Tanzfläche schafft? Welche Formen von Sehnsucht, Begehren entstehen dabei? Ausgehend von der Intimität im Tanz werden Eigenheiten und gespeicherte Bewegungsmuster im tanzenden Körper aufgespürt und mittels der Möglichkeiten des Bühnenraums in ein neues Licht gerückt und anders fokussiert.
Intimität findet auf der Bühne eine Übersetzung – wie wird Emotion zu einer Form? Welche Beweggründe zum Tanzen gibt es? Bewegungsmuster und Bedürfnisse werden im Spannungsfeld Privatheit - Öffentlichkeit inszeniert, wobei Menschen unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Biografien im Mittelpunkt stehen.

Choreografie Doris Uhlich
Dramaturgie Andrea Salzmann
Von und mit Walter Czipke, Andreas Gölles, Elfie Sus, Werner Vockenhuber
Musik Martin Kratochwil
Beratung Kostüm Peter Holzinger
Assistenz Wiebke Hebestedt

Eine Koproduktion von Doris Uhlich, brut / Wien, Les Subsistances / Lyon
Mit Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien und des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur.

Uraufführung     02. 04. 2009     brut / Wien
 
Fotos

Die Bilder können unter Angabe der Fotocredits honorarfrei abgedruckt werden.


Biografien

Walter Czipke, geboren in Wien XVIII Peter Jordan Straße Nr. 70 und danach sogleich wohnhaft am Allerheiligenplatz in Wien XX, übersiedelte bereits in seinem 5. Lebensjahr nach Wien XXI. Walter C. überdauerte Scharlach in Wien IX und mietete sich 1981 im III. Wiener Gemeindebezirk ein, woselbst er Lieder sang und das Spielen auf der Wiener Knöpferlharmonika erlernte. 1993 bezog er kinderlos ein Wohnobjekt in Wien XIX in der Nähe eines namhaften Heurigen am Fuße des Hungerberges.
Andreas Gölles, geboren 1978 in Wien,
7 Jahre: Wurlitzer - Modern Talking: Cheri Cheri Lady
8 Jahre: Die großen
10: Europe - The Final Countdown
12 Jahre: erste gekaufte Musikkassette Roxette - Joyride im Walkman rauf und runter gespielt
13.Jahre: Queen: Greatest Hits I&II, Freddy Mercury war fortan der größte! Bon Jovi - Slippery when Wet gehört statt Guns'n'Roses
14 Jahre: Depeche Mode - 101 auf Video gesehen und seither verehrt Comeback-Album von Bon Jovi - Keep the Faith verachtet
15 Jahre: das Geld in der Schule zusammengeschnorrt Judas Priest - Painkiller gekauft und fortan geliebt Pink Floyd live auf dem Flugfeld Wienerneustadt, ein Erlebnis!
16 Jahre: Chopin - Nocturnes entdeckt
18 Jahre: 80er Jahre Metal in seinem breiten Spektrum mit Plattensammlung erschlossen
21 Jahre: eigene Band High Heeler gegründet
23 Jahre: auch viel Wave und Pop der 80er via Internet kennengelernt
26 Jahre: Wagner - Götterdämmerung, erster Besuch in der Oper
30 Jahre: Besuch auf einem Pokolgép Konzert in Györ: könnte ich nur die Sprache vertstehen!
Wiebke Hebestedt, 1985 geboren Halle (Saale)
(1991-2003 tänzerische Ausbildung am Tanzzentrum Halle (Saale))
2004 Abitur
2004-05 Freiwilliges Soziales Jahr Frankfurt am Main
2005 Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft Universität Wien
2009 Studium der vergleichenden Literaturwissenschaft Universität Wien
Seit 2005 Tanzwerkstatt Wien
2005 Hospitantin Schauspielhaus Wien "Der Familientisch"
2006 Praktikum Thalia Theater "Kinderstadt 2006"
2007 Theaterpädagogisches Praktikum Kinderheim Clara Zetkin Halle (Saale)
2007 Hospitantin Schauspielhaus Wien "Der Familientisch - Wiedersehen macht Freude"
2007 Teilnehmerin "turn terror into sport" und "coriolan" theatercombinat Wien
2008 Praktikum Kurt Weill Festival Dessau
Elfie Sus, geboren in Wien 1943, war Notariatsangestellte, großer Klassikfan, Pink Floyd, Dire Straits, liest gerne, Spielerin in „insert.eins/eskapade“, „und“, „Plus qu´il n´en faut“. Andrea Salzmann lebt und arbeitet als Dramaturgin, Fotografin, Angestellte und gern Reisende in Wien. Doris Uhlich, geboren 1977 in Oberösterreich, Studium „Pädagogik für modernen Tanz”/Konservatorium der Stadt Wien 1997-2001; Unterrichtstätigkeit u.a. Tanzwerkstatt Wien; Projekte mit theatercombinat seit 2002; danceweb-Stipendium Impulstanz 2004; artist in residence „Dans in Kortrijk“ 2005; artist in residence imagetanz 2006; artist in residence @ Impulstanz 2006, Carte Blanche vom Tanzquartier Wien 2007; brut residency 2007; Prämie vom Bundesministerium bm:ukk für das Projekt „SPITZE“; „bemerkenswerte Nachwuchschoreografin“ in Kritikerumfrage in „ballettanz, das Jahrbuch, 2008; Lecture und Coaching der Performanceklasse an der Akademie der bildenden Künste in Wien 2008/2009;
Projekte: „insert.eins/eskapade“ (U.A. imagetanz 2006), „0033142553201“ (U.A. Tanzquartier Wien 2007), „und“ (U.A. imagetanz 2007, Gastspiele brut 2007, Theater BAC/London 2008, Festival „Österreich tanzt“ 2008, Festival „Politik im freien Theater“/Köln 2008), „Impatiens walleriana“ (U.A. Tanzquartier Wien 2007, Gastspiel u.a. „Europäische Tanzplattfform im Mousonturm/Frankfurt 2008), Film „sackl du printemps“ 2007, „SPITZE“ (U.A. brut 2008, Gastspiel u.a. „Sommerszene Salzburg“ 2008, Impulstanz 2008, „Les Subsistances“/Lyon 2008, „Mousonturm“/Frankfurt 2009, Bregenzer Festspiele 2009, komm n´act/Festival „Rencontres 02“ in Marseille 2009, Tanzquartier Wien 2009, Choreographic Platform Austria 2009), „Uhlich“ (U.A. Tanzquartier Wien 2009), „Plus qu´il n´en faut“ (U.A. Les Subsistances 2009), „Glanz“ (U.A. brut/Wien 2009), „Loggia“ (U.A. Burgtheater Wien 2009).
Werner Vockenhuber, geboren 1943 in Wien, Ausbildung: Beruf des Werkzeugmachers 1958-1962, HTL-Maschinenbau 1962-1966 TGM Wien/Abendschule, Realgymnasium 1968-1972 Wien/Abendschule, Universitätslehrgang für Werbung und Verkauf 1974-1976, Wirtschaftsuniversität Wien/Abendschule, div. Seminare/Mitarbeiterführung, Mediator, berufliche Laufbahn: Werkzeugmacher 1962-1964, techn. Kaufmann 1964-1968, Produkt-manager 1969-1976, Verkaufsleiter/Prok. 1976-1983, Geschäftsführer – deutscher Konzern 1984-2005, seit 1.7.2005 in Pension, Klavierspielen, Hang zum Theater, Psychologie, Sport, Spieler in „insert.eins/eskapade“, „0033142553201“, „und“, „Plus qu´il n´en faut“.