Glitsch
Hallo, Körper!
Nach „Habitat – pandemic version“ und „In Ordnung“ kehrt die Choreographin Doris Uhlich, die bekannt ist für die Hinterfragung normierter Körperbilder, endlich an die Münchner Kammerspiele zurück. Sechs Schauspieler*innen tauchen ein in rutschige Welten aus Schleim. Schleim ist weder fest noch flüssig, er wird von allen Körpern produziert und unterläuft Körpergrenzen. In einer Zeit binärer Denkweisen, in der Menschen für digitale Verwertbarkeit auf berechenbare Kategorien heruntergebrochen werden, gebärt das Ensemble einen kollektiven, entgrenzten Körper. Während in unserer Gegenwart Zwischenwelten zunehmend austrocknen, wird „Glitsch“ zum lustvollen Gleiten – zu einer eigenwilligen Zeremonie des Fluiden und Uneindeutigen. Die Spielenden erschaffen einen Ort für gegenwärtige körperliche Visionen und Intimität – auf der Bühne entsteht ein Fragment einer Welt, die es so noch nicht gibt.
Termine:
25/04 & 28/04 & 11/05 & 07/06 & 08/06 & 15/06 & 30/06 & 01/07/2026
Credits
Mit Erwin Aljukić, Katharina Bach, Dennis Fell-Hernandez, Elias Krischke, Ann Muller , Martin Weigel
Regie, Choreografie Doris Uhlich
Bühne Juliette Collas
Kostüm Yannik Zamboni, maison blanche
Choreografische Zusammenarbeit & Trainingsleitung Hugo Le Brigand
Lichtdesign Wolfgang Eibert
DJ, Sound Boris Kopeinig
Dramaturgie Hannah Baumann
Dramaturgie Zugänglichkeit Nele Jahnke
Theaterpädagogische Begleitung Filo Krause, Scherief Ukkeh
Künstlerische Produktionsleitung Daniela Schroll, Niklas Zabler
Technische Produktionsleitung Jonas Pim Simon, Valentin Lang
Bühnenmeister Josef Hofmann
Ton Thomas Schlienger, Quirin Schacherl, Georgios Michas
Videotechnik Julia Römpp, Maurizio Guolo
Beleuchtung William Grüger, Michael Pohorsky, Wolfgang Wiefarn, Daniel Prütz
Requisite Julia Molloy
Kostüm Bernd Canavan, Jessica Watermann, Nico Vanni
Maske Thomas Opatz, Sofie Reindl-Grüger, Mai Strathmann
Inspizienz Julia Edelmann
Regiassistenz Jakob Elija Seeberger
Bühnenbildassistenz Hans Werner
Kostümassistenz Jacqueline Elaine Koch
Regiehospitanz Mia Pollinger
Dramaturgiehospitanz Emilia Sobozik
Pressespiegel
Wer sich auf das aktuelle glitschige Spektakel an den Münchner Kammerspielen einlässt, wird belohnt – mit der Erkenntnis, dass das Menschsein per se bizarr und auch unsere Wahrnehmung von Theater etwas Sinnliches, zutiefst Körperliches ist.
nachtkritik.de, 26.04.2026
Die Performenden geben sich sachlich bis genussvoll dem Schleim hin, der Abend ist wild und zärtlich zugleich.
Abendzeitung, 27.04.2026
Indem Uhlich sechs unterschiedliche Personen nackt performen lässt, stellt sie gängige Körpernormen in Frage und normalisiert zugleich das Unperfekte.
Süddeutsche Zeitung, 27.04.2026
Vielfalt ist Schönheit – das feiert dieser Abend.
Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 25.04.2026