© Wolfgang Silveri


Come Back

In Come Back kommen fünf ehemalige BalletttänzerInnen Jahre nach dem Ende ihrer aktiven Laufbahn zurück auf die Bühne. Gemeinsam mit der Choregrafin Doris Uhlich haben sie ein Jahr lang futuristische Archäologie betrieben. Ausgehend von den verinnerlichten Spuren der Hierarchie und der strikten Körpertechnik, die einmal ihre zweite Natur war, ging es dabei nicht um nostalgische Rückschau oder persönliche Versäumnisse, sondern um riskante Ausblicke: Welche Kraft steckt hier und jetzt in diesen ´disziplinierten´, mit der Zeit transformierten Körpern? Während die Generation 68 die Gesellschaft veränderte, haben sie an der Stange trainiert. Als Pensionäre begründen sie nun radikal und selbstironisch ihre eigene revolutionäre Bewegung.

Come Back ist kein Stück über das Ballett. Obwohl körperlich anwesend, wird es als Tanzsystem zweitrangig, dafür umso zentraler als Tanzsystem, das nicht anders als Uhlichs performative Arbeitsweise seine eigene Politik der Möglichkeiten und Unmöglichkeiten verfolgt. Was im choreografischen Spiel der Systeme hervortritt, sind politische brisante Gedächtniskörper, die die Bedingungen ihres Handelns mit Wucht verrücken und erschüttern.

comeback/to come back [ˈkʌmˌbæk]: die Rückkehr zu einer früheren Position oder einem Status. Wieder in Mode kommen. Eine schnelle Erwiederung oder scharfe Entgegnung. Kontern. Eine Rückantwort nach Ablauf einer Bedenkzeit. Das Wiedererinnern von etwas Vergessenem. Wieder ins Gedächtnis treten.

 

Choreografie Doris Uhlich

Dramaturgische Zusammenarbeit
Constanze Schellow
Raumkonzeption
Alexander Schellow

Mit Marialuise Jaska, Susanne Kirnbauer, Percy Kofranek, Renate Loucky, Violetta Springnagel-Storch

Licht Monika Gruber
Ton Gerald Pappenberger

Produktion Christine Sbaschnigg | insert (Theaterverein)

Künstlerische Beratung Yoshie Maruoka

Dank an Judith Staudinger, Elisabeth Schack, Armin Anders und Andrea Salzmann

Koproduktion steirischer herbst / Graz, De Internationale Keuze van de Rotterdamse Schouwburg / Rotterdam, Künstlerhaus Mousonturm / Frankfurt am Main, Göteborgs Dans & Teater Festival / Göteburg, brut / Wien, Festspielhaus St. Pölten,  NXTSTP, unterstützt durch das Kulturprogramm der Europäischen Union.

insert (Theaterverein) wird durch die Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert.

Premiere 05/10/2012 Mumuth / steirischer herbst / Graz

 

Fotos

Die Bilder können unter Angabe der Fotocredits (Wolfgang Silveri) honorarfrei abgedruckt werden.