© Karola Prutek

 

Johannen. Eine Frauenmannschaft

Naives Bauernmädchen, Seherin, Jungfrau, Kriegerin, religiöse Fanatikerin? Wer war Johanna von Orléans? Statt mit einer dramatischen Bearbeitung aufzuwarten verfrachtet Doris Uhlich den historischen Stoff mithilfe von Laien in die Gegenwart: 18 Frauen, darunter eine Nonne, eine Seherin und eine Soldatin, liefern das Material, um den Mythos der legendären Jeanne d’Arc zu beleuchten. Die alltäglichen Erfahrungen der Frauen bilden die Grundlage von Bewegungssequenzen und dokumentarischen Szenen. Was bedeutet es, sich heute religiös berufen zu fühlen? Soldatin zu sein? Und wie wird man ein Medium?

„Keine Regung gleicht einer anderen, jede Darstellerin folgt ihrem eigenen Rhythmus. Mal gibt eine einen Impuls mit dem Fuße an die andere weiter, mal zucken alle im kollektiven Schüttelrausch mit sämtlichen Körpergliedern. Die Frauen stampfen mit den Füßen auf den Boden, recken die Hände gen Himmel und sinken in stiller Pose in sich zusammen. Ihre Johannen sind zart und verletzlich, wütend und kraftvoll, der Gegenwart entsprungen, ohne das Pathos eines Historiendramas.“ (Anna Hahn, Festivalzeitung Schillertage Mannheim)

Choreografie Doris Uhlich
Dramaturgie Andrea Salzmann
Projektentwicklung 
in Zusammenarbeit mit Haiko Pfost
Künstlerische Produktionsleitung 
Christine Klotmann
Mit Monika Altnöder, Gesa Dethlefs, Christa Dollmann, Rita Ender, Siegried Erbe, Lisa Grau, Claudia Greco, Elke Hülter, Kerrin Jacobs, Yvonne Klewin, Doris Knoke, Gesa Kress, Claudia Kröper, Annett Pina Guillen, 
Manuela Schulz, Sina Weiß, Maria Drabitz

Eine Koproduktion von Doris Uhlich, brut / Wien und den 15. Schillertage / Nationaltheater Mannheim

Uraufführung    
25. 06. 2009     15. Schillertage / Nationaltheater Mannheim
 
Fotos

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